Daten- und Informationssicherheit aus der Perspektive des Financial Services Sektors

Australien zählt zu den am dünnsten besiedelten Ländern dieser Erde, ein Quadratkilometer Land ist durchschnittlich nur von 2,7 Menschen bewohnt. Zum Vergleich, in Deutschland leben 226 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Kein Wunder also, dass der australische Bankensektor vermehrt auf Online Banking und Fintech-Lösungen setzt. Bei ersten Deutsch-Australischen Sicherheitsforum, initiiert vom Sicherheitsnetzwerk München, trafen sich am 6. März australische und deutsche Vertreter aus dem Banking- und Fintech-Bereich sowie Sicherheitsexperten, um über die sicherheitstechnischen Herausforderungen für die Bankenbranche zu diskutieren.

In einer kurzen Eröffnungsansprache stellte Richard Leather, australischer Generalkonsul und Senior Trade Commissioner, die Bedeutung eines internationalen Wissens- und Technologieaustausches in den Vordergrund.

In Anschluss zeigten Holger Schleicher von der Fidor Bank und Ursula Schilling von Infineon Technologies, wie ihre jeweiligen Unternehmen einen Beitrag zum sicherem Banking leisten möchten. Schilling verwies dabei auf den Trend, dass immer mehr Smart Devices mit Banking und Bezahlfunktionen ausgestattet werden (Stichwort Wearables und Smartphones), und dass NFC Payment in der Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird. Diese Entwicklung mache die Auseinandersetzung mit neuen Sicherheitsstandards unabdingbar.

Drei Vertreter der australischen Delegation – Jens Butler von Tech Research Asia, David Jay von Australian Settlement Limited (ASL) und Bruce White von Greater Bank – gaben im Anschluss einen Einblick in den australischen Banking-Markt. White betonte, dass alle Banken, auch die Greater Bank, vermehrt mit Cyber-Attacken wie Kreditkartenbetrug, Scams und Spear-Phishing zu kämpfen hätten. IT Sicherheit sei deshalb eines der wichtigsten Themen, mit denen sich die Branche momentan auseinandersetze.

In der dritten Vortragsgruppe rückten sicherheitstechnische Details etwas mehr in den Vordergrund. Benny Jürgens vom Fintech-Startups Nect sowie Hermann Geupel von Rubean, ebenfalls ein Fintech-Startup, präsentierten ihre Lösungen für sicheres Banking, die sich momentan noch in der Entwicklungsphase befinden. Dr. Ullrich Martini von Giesecke und Devrient erläuterte, mit welchen technischen Mitteln Sicherheit im Banking und beim Geldtransfer bereits möglich ist.