Wissen Sie, welche Geräte mit Ihren Netzwerken und Systemen verbunden sind?
Wissen Sie, welche Programme auf Ihren Netzwerken und Systemen laufen?
Wie managen und kontrollieren Sie Ihre Administratoren?
Gibt es automatische Systeme die Sie informieren, wenn es ein Problem gibt?

Diese essentiellen Fragen richtete Dr. Jane Holl Lute, UN Under-Secretary-General, am 16. Februar an die hochkarätigen Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Bereits zum dritten Mal trafen sich Topentscheider aus allen drei Bereichen am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz, um über die drängenden Herausforderungen im Bereich Daten- und Cybersicherheit zu sprechen. Das Sicherheitsnetzwerk München legte bei der diesjährigen MCSC einen speziellen Fokus auf den Themenbereich „Vertrauen und Sicherheit für digitales Business und vernetzte Industrie“.

Die Bedeutsamkeit von Cybersecurity für Unternehmen und Regierungsorganisationen ist heute kaum zu überschätzen. Die Generierung von Wachstum und Wertsteigerung scheint ohne eine funktionierende IT Infrastruktur und Zugang zum Internet nahezu unmöglich.

Die Ausweitung von Unternehmenstätigkeiten im Web habe die Anreize für Cyberkriminelle stark erhöht, sagte Steve Durbin, Leiter des Information Security Forum, während einer Podiumsdiskussion. „Vor zwei Jahren waren Cyberkrimelle noch wie Startups organisiert, heute sind es große Unternehmen, die weltweit agieren und kommunizieren.“ Andrus Ansip, Vize Präsident der EU Kommission, formulierte die Bedrohungslage im Cyberspace in seiner Keynote drastisch: „Privatpersonen und Unternehmen denken nicht mehr darüber nach, ob sie gehackt werden, sondern nur noch wann es passiert.“

Bildung und Kooperation

In den unterschiedlichen Reden und Paneldiskussionen deuteten sich zwei zentrale Strategien ab, die von den Experten als erfolgsversprechend im Hinblick auf die Herausforderungen durch Cyber Attacken betrachtet werden: die Schulung und Sensibilisierung von allen Mitarbeitern (nicht nur IT-Administratoren) und eine industrieübergreifende, internationale Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Entwicklung von Sicherheitsstandards.

In seiner Keynote betonte auch Dr. Helmuth Ludwig, Global Head of Information Technology bei Siemens, die Bedeutung der Zusammenarbeit von Regierungen, Forschung und Unternehmen. Gleichzeitig wies er jedoch darauf hin, dass es absolute Sicherheit nicht geben könne. Masayuki Yamamoto von Mitsubishi Japan plädierte ebenfalls für internationale Kooperationen im Bereich IT-Sicherheit.

Die wichtige Rolle von (Weiter-)Bildung und Schulung zog sich als eines der zentralen Themen durch die Konferenz. BDI Präsident Prof. Dieter Kempf wies eindrücklich darauf hin, dass die Bildungsanstrengungen von heute die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von morgen bildeten. Zusätzlich sei die Fokussierung der Bildungspolitik auf lebenslanges Lernen ebenso essenziell wie die Weiterbildung älterer Nutzer im Bereich Cybersecurity.

Dr. Reinhard Ploss, CEO von Infineon Technologies, zog zur Veranschaulichung der kontinuierlichen Anstrengungen, die im Bereich Cyber Security noch vonnöten sein werden, ein Zitat des römischen Dichters Ovid heran: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Die beiden Abschlussreden der Konferenz hielten EU Kommissar Günther Oettinger und die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Sie betonten übereinstimmend eine notwendige Zusammenarbeit im Bereich IT-Sicherheit auf regionalem, nationalem und europäischem Level.

Einig waren sich die Experten der Munich Cyber Security Conference MCSC darüber, dass die vielen Vorteile der Digitalisierung nur im Zusammenspiel mit effektiven Cybersecurity Strategien zum Tragen kommen werden. Hierfür stehen Politik, Industrie und Forschung gleichermaßen in der Pflicht, eng zusammenzuarbeiten. Das Sicherheitsnetzwerk München wird diese Zusammenarbeit auch in der Zukunft weiter vorantreiben und unterstützen.

 

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3. International Munich Cybersecurity Conference MCSC // Experts and business leaders agree: cooperation needed in the field of cyber security 

Do you know what’s connected to your networks and systems?
Do you know what’s running on those networks and systems?
Are you managing administrative positions and controlling them?
Do you have an automated system in place to alert you when trouble strikes?

These essential questions, salient to CIOs and board members alike, were highlighted by Dr. Jane Holl Lute, UN Under-Secretary-General, at the third Munich Cyber Security Conference. The Conference, organised by Security Network Munich and held at Hotel Bayerischer Hof on the eve of the 53rd Munich Security Conference, brought together top-level industry management with leading figures from academia and politics to discuss the necessary responses to today’s data and cyber security challenges. This year’s edition focussed specifically on ‘Trust and Security for Digital Business and Connected Industries’.

It is difficult to overstate the importance of cyber security to businesses and governments in today’s accelerated world. No large or aspiring company delivers growth and value without relying on IT and access to the internet.

Inevitably, the expansion in online business activities has resulted in bigger incentives for cyber criminals. This development was highlighted by Steve Durbin, Chairman of the Information Security Forum, who noted that ‘two years ago, cyber criminals were entrepreneurial businesses; today, they are large corporations with a global communications reach’.

This new threat environment means, as EU Vice-President Andrus Ansip noted in his keynote address, that ‘people and companies no longer think about if they are going to be hacked, but when it will happen’. How then to deal with this nebulous but increasingly dangerous threat? Two essential strategies emerged from the panel discussions and speeches: education and collaboration.

During his Industry Keynote speech, Dr. Helmuth Ludwig, Global Head of Information Technology at Siemens, underlined the importance of collaboration between government, academia, business and the international community in a world where there can be no such thing as total security. From the international perspective, this point was supported by Masayuki Yamamoto of Mitsubishi Corporation in Japan.

The important role of education was another running theme throughout the Conference. Prof. Dieter Kempf, President of the Federation of German Industries, reminded participants that our educational efforts today form the basis of economic values tomorrow. In addition to this, with an ageing population, our education policies must focus on lifelong learning and teaching older users best cyber security practices.

The challenge and potential of these policies was summarised by Dr. Reinhard Ploss, CEO of Infineon Technologies, during the final panel discussion. Channelling ancient Roman poet Lucretius, Dr. Ploss compared cyber security knowledge to drops of rain that will eventually make a hole in a stone.

Closing the Conference, both EU Commissioner Günther Oettinger and Bavarian Economics Minister Isle Aigner emphasised the importance of collaboration at a regional, national, and European level.

Only by dealing effectively with cyber threats can the advantages of digitisation be fully realised. Moreover, these threats will only be realised through closer collaboration within and between industry, government, and academia. The Security Network Munich will continue to facilitate this collaboration now and in the coming years.